Sind Unterdruckwächter für Kamine und Kaminöfen notwendig?

Heute möchten wir ein paar Informationen über die Sicherungseinrichtungen zum Schutz vor Unterdruck in Wohneinheiten vermitteln. Grundsätzlich sind bei Vorhandensein unterdruckerzeugender Entlüfter in Bädern, Küchen oder Hauswirtschaftsräumen Sicherheitseinrichtungen an Feuerungsanlagen (Kamine, Kaminöfen etc.) zu berücksichtigen. Aus energiesparender Sicht werden die Häuser und Wohnungen heutzutage immer dichter. Der Bau mit immer besseren Dämmmaterialien und z.B. Fenstern mit 3fach Verglasung behalten die Wärme im Wohnraum und die Kälte vor der Haustür. Leider findet in solchen Bauten nur noch schwer ein Luftaustausch statt. Betreibt man zu einem Kamin oder Kaminofen zusätzlich eine z.B. Dunstabzugshaube oder Lüftungsanlage, birgt das unter Umständen erhebliche Sicherheitsrisiken für alle Bewohner. Durch die Verbrennung in der Feuerstätte wird dem Wohnraum Luft entnommen, und die Abgase werden über den Schornstein in die Außenwelt abgeleitet. Da moderne Abzugsanlagen inzwischen über eine enorme Saugleistung verfügen, kann bei gleichzeitigem Betrieb von z.B. einer Dunstabzugshaube in der Küche und einem Kamin die Strömungsrichtung im Schornstein umgekehrt werden. Dabei kann es zum Austreten lebensgefährlicher Abgase in den Aufstellraum kommen. Leider gab es in diesem Zusammenhang schon Unfälle die zum Teil auch bis zum Tode führten.


















Um solchen Szenarien vorzubeugen werden sogenannte Unterdruckwächter installiert. Bei diesen modernen Sicherungsanlagen greifen mehrere Mechanismen. Als erstes wird über einen Temperaturfühler ermittelt ob die Feuerstätte überhaupt betrieben wird. Zusätzlich dazu wird der Luftdruck im Schornstein und im Wohnraum gemessen und miteinander verglichen. Sinkt der Luftdruck im Schornstein unter einen festgelegten Wert, wird die Abzugsanlage (Lüftungsanlage, Abzüge Küche, Bad etc.) vom Stromnetz genommen und abgeschaltet. Beim erreichen normaler Werte gibt der Wächter die Abzugsanlagen wieder frei. Wichtig an dieser Stelle wäre zu sagen das alle verwendeten Geräte über eine DIBt Zertifizierung verfügen müssen. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich das Deutsche Institut für Bautechnik. Diese Institution aus Berlin prüft sicherheitsrelevante Produkte z.B. aus dem Baubereich, und erteilt Zulassungen auf die sich Firmen und Konsumenten berufen und verlassen können. Um einen Unterdruckwächter zu umgehen hätte man allerdings die Möglichkeit ggf. eine raumluftunabhängige Feuerstätte (geprüfte Dichtigkeit bis 8 Pascal) zu betreiben. Voraussetzung hierfür ist eine richtig eingestellte Lüftungsanlage (Abzugsleistung bis 4 Pascal). Unterdruckerzeugende Dunstabzugshauben produzieren stärkere Unterdrücke, eine USA Steuerung ist hier notwendig. Natürlich dürfen auch in diesem Zusammenhang nur DIBt geprüfte Produkte verbaut werden. Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, kontaktieren Sie uns telefonisch, oder besuchen Sie uns in unseren Niederlassungen in Berlin (Prenzlauer Berg, Tiergarten) und Brandenburg (Potsdam, Bernau).

Ihr Team von der Firma Woitha



 
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